BERLIN_kulturforum_WROCŁAW

BERLIN_kulturforum_WROCŁAW
Die Kraft der Städte. Vernetzt in Europa

Berlin und Wrocław trennen nicht viel mehr als 300 Kilometer voneinander. Seit Wrocław im Jahre 2016 als Europäische Kulturhauptstadt gefeiert wurde, verbinden die kulturellen Landschaften beider Städte immer tragfähigere Fäden – das Berlin_kulturforum_Wrocław ist einer davon. Im November 2018 als Kooperationsprojekt des Kulturzugs Berlin-Wrocław und Strefa Kultury mit der Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa aus der Taufe gehoben, trägt es dazu bei, eine noch stabilere Grundlage für Vernetzungsprojekte zu schaffen.
Rund zwanzig Kunstschaffende aus Fotografie, Tanz, Choreographie und Musik, aber auch Kuratorinnen aus Berlin und Wrocław trafen sich im März 2019 zum zweiten Mal, um ihre bereits im Herbst skizzierten Kooperationsprojekte inhaltlich, künstlerisch und methodisch zu vertiefen. Unterstützt wurde dieser Entwicklungsprozess nicht nur durch den Erfahrungskontext beider koordinierender Partner, sondern auch durch die Expertise in der Vernetzung erfahrener Berliner Künstlerinnen – wie Be van Vark (Tanz), Joanna Kosowska (Fotografie), Lisa Benjes (Musik) sowie Kultureinrichtungen wie HAU-Hebbel am Ufer, Sophiensaele, Haus der Kulturen der Welt oder C/O Zentrum für Fotografie.
Um allen Teilnehmenden einen aktiven Zugang zu beiden Städten zu ermöglichen, wurden im zweiten Kulturforum Study-Visits eingerichtet. Die Kooperationsteams konnten ihre Konzepte so vor Ort mit den jeweiligen Partnern weiterentwickeln und auf geeignete Spielstätten zuschneiden.
Schon die ersten Schritte hinterließen ihre Spuren und ebneten im dritten Teil des Berlin_kulturforum_Wrocław den Weg für drei Kooperationsprojekte zwischen Berlin und Wrocław. Und mitten in Europa.
Im Sommer und Herbst 2019 war es dann soweit:
Lives in Between, Ciałość / Bodywholeness und Transit beings / Transitwesen kamen in beiden Städten zur Aufführung und wir freuen uns, dass wir auch 2020 die Distanz von Berliner und Breslauer Kunst- und Kulturschaffenden noch kleiner werden zu lassen – geplant ist ein weiteres Berlin_Kulturforum_Wrocław zum Thema Städte in Bewegung „DIE GROSSE UNBEKANNTE/ WIELKA NIEWIADOMA / THE GREAT UNKNOWN“ (Arbeitstitel). Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Natalie Wasserman, Ewa Stróżczyńska-Wille, Oliver Spatz

WIND VON DER OSTSEE – Ausstellung in Hilpoltstein

Präsentation der Werke von 13 renommierten Künstlern aus Gdansk

Museum SCHWARZES ROSS, Marktstraße 10 – 91161 Hilpoltstein (Mittelfranken)

Ausstellungsdauer: 10. Oktober bis 30. November 2019

Kuratorin der Ausstellung: Dorota Kabiesz

Die nächste Ausstellung:  12. Dezember 2019 – 26. Januar 2020

Galerie in Krakauer Haus – Hintere Insel Schütt 34, 90403 Nürnberg

WIND VON DER OSTSEE – Ausstellung in Köln

Präsentation der Werke von 13 renommierten Künstlern aus Gdansk

Galerie ALTES PFANDHAUS – Köln, Kartäuser Wall 20

Ausstellungsdauer: 05. – 27. September 2019

Kuratorin der Ausstellung: Dorota Kabiesz

Das Projekt wird vom Generalkonsulat der Republik Polen in Köln finanziert / mitfinanziert.

Die nächste Ausstellung: 10.Oktober –  30.November 2019

Museum SCHWARZES ROSS, Marktstraße 10, 91161 Hilpoltstein (Mittelfranken)

WIND VON DER OSTSEE – Ausstellung in München

Präsentation der Werke von 13 renommierten Künstlern aus Gdansk

Ausstellungsräume des Generalkonsulates der Republik Polen in München

Ausstellungsdauer: 09. Mai bis 28. Juni 2019

Kuratorin der Ausstellung: Dorota Kabiesz


Die Ausstellung wird 2019 und 2020 in vier weiteren deutschen Städten gezeigt.
Präsentationen im Jahr 2019:
• Köln, Galerie Altes Pfandhaus – vom 5. bis 27. September
• Hilpoltstein, Schwarzes Ross Museum – vom 10. Oktober bis 8. Dezember
• Nürnberg, das Haus und der Krakau-Turm – vom 11. Dezember 2019 bis 26. Januar 2020
2020 ist die letzte Präsentation in Berlin geplant

BERLIN_kulturforum_WROCŁAW

Die Idee:

Berlin und Wrocław – zwei der spannendsten Städte Mitteleuropas – trennen nicht viel mehr als 300 Kilometer voneinander und doch sind die Kontakte zwischen den kulturellen Landschaften in beiden Städten noch rar. Das Jahr 2016, in dem Wrocław Europäische Kulturhauptstadt war, hat hier wichtige Impulse gesetzt. Entstanden sind verbindende Projekte, wie z.B. der Kulturzug Berlin-Wrocław. Wir möchten diese Impulse aufgreifen und dazu beitragen, eine noch stabilere Grundlage für eine enge Zusammenarbeit beider Städte zu schaffen – insbesondere auf den Gebieten von Kunst und Kultur.

Ziel und Zielgruppe:

Fotografen, Tänzer und Choreographen, Musiker, aber auch Kuratoren aus Berlin und Wrocław, die sich durch Ideen, Neugier und Lust an einer gemeinsamen Projektarbeit zwischen Berlin und Wrocław auszeichnen, sind herzlich eingeladen, am BERLIN_kulturforum_WROCŁAW teilzunehmen. Unser Ziel
ist es, die Beziehungen zwischen Kunst- und Kulturschaffenden aus Berlin und Wrocław zu stärken, deutsch-polnische Projekte zu initiieren und so ein nachhaltiges Netzwerk an Kooperationen zu fördern.

Das Projekt richtet sich an künstlerisch und anderweitig beruflich aktive Personen aus den Bereichen der Fotografie, des Tanzes und der performativen Künste sowie der zeitgenössischen und experimentellen Musik aus Wrocław und Berlin.

Was erwartet Sie?

• Workshops aus dem Bereich internationaler Projekte

• Besuch künstlerisch interessanter Orte und Institutionen in Berlin

• Unterstützung bei der Entwicklung gemeinsamer grenzübergreifender Projekte

• Impulsreferate von Künstlern aller drei Kunstsparten

• Die Fahrt Berlin – Wrocław mit dem Kulturzug (auch für deutsche Teilnehmende)

Das Forum möchte den Teilnehmenden einen lebendigen Erfahrungsaustausch ermöglichen und sie bei der Entwicklung von Kooperationsprojekten unterstützen. Im Rahmen von externen Präsentationen und Workshops erhalten die Teilnehmenden Gelegenheit, eigne Ideen zur Zusammenarbeit zu entwickeln. Entscheidendes Element des Forums bilden auch die Besichtigungen ausgewählter Orte der lebendigen Kunst- und Kulturlandschaft Berlins. Eingeladene Experten aus den ausgewählten Bereichen unterstützen die Teilnehmenden dabei, geeignete Mittel und Methoden für die Konzeption
grenzübergreifender Projekte zu finden.

Zeitrahmen:

22/11 Anreise aus Wrocław · am Abend „Berlin–Programm“

23/11 Kulturforum, ganztägig

24/11 Reise mit dem Kulturzug Berlin-Wrocław

Unsere eingeladenen Experten sind:

Lisa Benjes (Musik): Marketingkoordinatorin der „inm – initiative neue musik berlin e.V.“ und Kennerin der zeitgenössischen Musikszene in Berlin und Deutschland. U.a. war sie als Leiterin des deutsch–französischen Fonds für zeitgenössische Musik „Impuls neue Musik“ tätig und hat viel Erfahrung in grenzübergreifender Vernetzungsarbeit.

Lia Darjes (Fotografie): Fotografin und Dozentin an der Ostkreuzschule für Fotografie, internationale Auszeichnungen und Ausstellungen im In– und Ausland. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die dokumentarische Fotografie. Für jedes Thema entwickelt sie eine eigene Bildsprache.

Be van Wark (Tanz): Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin. Tanzprojekte in den verschiedensten sozialen Kontexten und im öffentlichen Raum. Der Tanz als Bewegungsmittel wird auch in der Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit anderen Kunstformen erforscht. Für ihre Arbeit vor allem mit
„Tänzer ohne Grenzen“ erhielt sie 2018 das Verdienstkreuz am Bande.

Bewerbungen:

Interessierte bitten wir, sich mit folgenden Unterlagen bei uns zu bewerben:

• CV (maximal 3 Seiten A4) oder ein Portfolio (als Pdf oder Link zu einem Online–Portfolio); inklusive Kontaktadresse

• Motivationsschreiben (maximal 1 Seite A4), in dem der Wunsch zu einer Erweiterung der eigenen künstlerischen Kontakte sowie die Motivation zur Entwicklung grenzübergreifender Projekte mit Berlin bzw. Wrocław begründet werden.

Die Unterlagen bitten wir vorzugsweise auf Englisch einzureichen. Bewerbungen auf Deutsch oder Polnisch sind aber ebenso möglich. Bewerbungsschluss ist der 4. November 2018.

Wir bitten die Berliner Bewerberinnen und Bewerber, Ihre Unterlagen an ewawille@snafu.de und transnatale@web.de zu senden.

Die Auswahl der Teilnehmenden richtet sich nach dem Profil ihrer künstlerischen Aktivitäten und ihrer im Rahmen zukünftiger Kooperationen angedachten Projektideen zwischen Berlin und Wrocław.

Die Teilnehmenden werden am 9. November 2018 persönlich benachrichtigt. Die Liste der Teilnehmenden wird auf der Internetseite von Strefa Kultury Wrocław www.strefakultury.pl veröffentlicht.

Die Bewerbung geht mit einer Einwilligung zur ausschließlich projektinternen Weitergabe der persönlichen Daten einher.

In Zusammenarbeit mit und gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

BERLIN_kulturforum_WROCŁAW ist eine Veranstaltung des Convivium Berlin e.V.–Kulturzug Berlin–Wrocław – Strefa Kultury Wrocław im Rahmen des Programms AIR WRO –

Veranstaltungsort: Maxim Gorki Theater, Berlin 
 

Download pdf

CITYMORPHOSIS Marek M.Berezowski Fotografie

Herzliche Einladung zur nächsten Ausstellung im TautHaus

Citymorphosis
Marek M. Berezowski Fotografie

Eröffnung: Sonntag 4. November 2018 13 –18 Uhr
16 Uhr Podiumsdiskussion
“Modernes Wohnen: Kulturerbe oder Erblast”

Die Kunsthistorikerin Prof. Gabriele Dolff-Bonekämper (TU Berlin) und der Architekt Prof. Xaver Egger (SEHV) stellen im Gespräch mit Marek Berezowski ihre Sicht des modernen Wohnens vor und erörtern die Frage nach der Erhaltungswürdigkeit der Bauwerke, die andere Bauwerke verdrängt haben mögen.
Moderation Dr. Piotr Olszówka, Convivium Berlin e.V.

Ausstellungsdauer: 4.11. – 25.11.2018

Geöffnet: Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag 13 – 18 Uhr

Parchimer Allee 85 b, Hufeisensiedlung, U-Bahn U7, 12359 Berlin/ Britz

www.kunstimtauthaus.de

Marek M. Berezowski

geb. 1983 in Warschau

Fotograf und Anthropologe

Graduiert am Department für Fotografie an der Nationalen Filmhochschule in Lodz

Gewinner des BZ WBK Pressefotopreises 2014 und 2016

Hauptprojekte: Kosovo (2007-2011), Krieg im Donbass (seit 2015), Citymorphosis: Polen, China, Russland, Deutschland (2013-2017)

Vom Citymorphosis Projekt ist 2017 eine Publikation erschienen.

CITYMORPHOSIS

Die Schönheit ist ein Versprechen des Glücks, meint Stendhal und – obzwar dieses Versprechen nicht immer erfüllt wird – am meisten Glück verspricht die Schönheit der Architektur, zumal jener, die zum Wohnen bestimmt ist.

Wohnen in der Stadt war immer eine Herausforderung, vor allem in Krisenzeiten, im Krieg- und in der Nachkriegszeit, in Zeiten des Umbruchs, in Zeiten der Völkerwanderung. Berlin stellte sich diesen Herausforderungen mehrmals, nicht immer mit Erfolg, auch waren die Entwicklungen in der geteilten Stadt sehr unterschiedlich.

Die Fotos von Marek Berezowski zeigen zwar beinahe keine Menschen, nichtsdestominder stellen sie eine Art kulturanthropologisches Studium dar: Hinter jeder dieser Fassaden stecken Menschen und Schicksale, die sie ertragen müssen und die strukturell und funktionell mit dieser Architektur zusammenhängen.

Architekten der Moderne realisierten eine Vision, eine Utopie, die das alltägliche Leben den Errungenschaften der Wissenschaft, der Technik, der Entwicklung der Wirtschaft anpassen sollte. Der Mensch im Einklang mit der Maschine – die Wohnung sei auch eine, nicht nur ein Behältnis, sondern auch ein Gerät, ein Mechanismus, eine Erweiterung menschlicher Kapazitäten und seiner Effektivität. Die Ergonomie, die Praxeologie, die Urbanistik befassen sich mit der Funktionalität der Wohnung, der Siedlung, der Stadt. Die Architekten werden zu Sozialingenieuren, die das Agieren der Menschen mit entwerfen sollen, planen, was und wie in der Wohnung und in der Siedlung, im Habitat getan und erlebt wird. Die UNESCO gekürten Wohnsiedlungen in Berlin sind zweifelsohne ein Beispiel für das gelungene moderne Bauen in der Stadt. Die Ausstellung CITYMORPHOSIS zeigt drastische Gegenbeispiele in Berlin, China, Russland, Polen.

Die Fragestellung der Kritiker kann man so zuspitzen: „Architekten der Moderne haben oft das Vorhandene im Namen des Neuen zerstört. Ist der Schutz ihres Erbes folgerichtig?“