Lepsze Jutro/ Das bessere Morgen

Das Ausstellungsprojekt Lepsze Jutro — Das bessere Morgen entstand im Januar 2021 als Kooperationsprojekt von Convivium Berlin e.V. und BWA Wrocław Galerie Sztuki Współczesnej im Rahmen des 4. Berlin_Kulturforum_Wrocław – gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

https://bettertomorrow.bwa.wroc.pl/de/galerie/

Lepsze Jutro  – so heißt eine der Kleingartenkolonien im Breslauer Stadtteil Ołbin, die aufgrund ihrer attraktiven urbanen Lage zurzeit von Investoren bedroht ist. Im Jahre 2018 beschäftigte sich eine gleichnamige Ausstellung der BWA Wrocław mit der Geschichte städtischer Kleingartenanlagen, aber auch mit dem in der jüngeren Bevölkerung stetig beliebter werdenden urban gardening sowie dem gesellschaftlichen und inklusiven Potential städtischer Gärten.

Zu den eingeladenen Künstlerinnen gehörte damals die Fotografin Aleksandra Nowysz mit ihrem Zyklus zur üppigen Pflanzenwelt und der vernakulären Architektur der urbanen Gartenkultur, wie sie die Künstlerin aus ihrem Fenster ihrer Wohnung in Ołbin beobachtet hat. Über die ihrem Projekt zugrundeliegende Idee schrieb sie damals: „Stell dir das Geflecht unserer Städte vor, durchwirkt von der Natur, die dich mit Nahrung versorgt und dich durchatmen lässt und deren Teil du bist. So könnte das bessere Morgen aussehen“.

Die Pandemie und die mit ihr einhergehende neue Lebensrealität der Jahre 2020/21 hat die bisherige Ordnung der Dinge auf den Kopf gestellt – Menschen, die ihr eigenes kleines Stück Natur nutzen konnten, waren plötzlich privilegiert. In einer Situation der anhaltenden sozialen Distanz wurde der Kontakt zum lebendigen Grün der Natur zu einem der dringendsten menschlichen Bedürfnisse.

Das Projekt Lepsze Jutro – Das bessere Morgengreift die aktuellen globalen Ereignisse auf und rückt unsere persönlichen Erfahrungen in und mit ihnen in den Fokus. Im Rahmen des online geplanten und als virtuelle Galerie entwickelten Ausstellungsprojektes präsentieren wir Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus Berlin und Wrocław: Aleksandra Nowyszund Lukas Hoffmannaus dem Bereich der visuellen Künste sowie Silke Langeund HubertKostkiewicz, die in der Welt der Klänge künstlerisch beheimatet sind. Zu den Bildern, eingefangen im festgesetzten Rahmen des Objektivs, entstanden eigens hierfür komponierte Klanginstallationen.

Die Fotografien von Aleksandra Nowysz und Lukas Hoffmann zeigen einen unentflechtbaren Stoff – von Menschenhand geschaffene Objekte und frei gewachsene Naturwelten. Wie Oskar Wilde sagte: „Wäre die Natur behaglich, hätten die Menschen die Architektur nicht erfunden.” Und obwohl wir versuchen, sie uns zu eigen zu machen und unterzuordnen, so findet sie für gewöhnlich einen Weg, den erlittenen Verlust auf andere Weise auszugleichen. 

Die Klänge Silke Langes und Hubert Kostkiewiczs entspringen sehr unterschiedlichen Welten und Techniken und scheinen doch auf ähnlich subtile Weise hörbar zu machen, was sich auf den ersten Blick entzieht. Der organische Klang des Akkordeons Silke Langes ruft Bilder des urtümlichen menschlichen Bedürfnisses nach Nähe und dem unmittelbaren Kontakt zur Natur   wach. Hubert Kostkiewiczs gesammelte akustische Fragmente lassen uns die Natur im Dschungel urbaner Hürden erleben, die sie mühelos zu überwinden scheint.

Die Idee des in Kooperation von Convivium Berlin e.V. und  BWA Wrocław entstandenen Ausstellungsprojekts formuliert einen Ansatz, mit den Bedingungen umzugehen, in denen Kunst- und Kulturschaffendesich zurzeit bewegen. In ihm schwingt auch die Hoffnung mit, Schlüsse aus diesen gemeinsam gemachten Erfahrungen ziehen zu können.

Die Pandemie hat einen unmittelbaren Bezug zu unserem Verhalten, dem Wirken der Menschen auf der Erde, wie zum Beispiel der Klimakrise oder der Massentierhaltung. Wir hoffen also sehr, dass sich diese Erkenntnisse positiv auf unser zukünftiges Handeln und das Finden nachhaltiger Lösungswege aus diesen Dilemmata auswirken werden, um gemeinsam das bessere Morgen herbeiführen zu können.

JOANNA STEMBALSKA, JOANNA KOBYŁT

Künstlerinnen / Wrocław: Aleksandra Nowysz (Fotografie), Hubert Kostkiewicz (Musik) Künstlerinnen / Berlin: Lukas Hoffmann (Fotografie), Silke Lange (Musik)Kuratorinnen: Joanna Stembalska und Joanna Kobyłt in Zusammenarbeit mit Maciej Bujko

Konzept der Corporate Identity: Jurek MossakowskiEntwurf der Webseite: Aleksandra KaszubowskaProduktion / BWA Wrocław: Monika Marciniak
Pressearbeit / BWA Wrocław: Klementyna Sęga, Żaneta Wańczyk
Koordination / BWA Wrocław: Berenika Nikodemska
Projektrealisierung und Koordination / CONVIVIUM Berlin e.V.:
Ewa Stróżczyńska-Wille, Natalie Wasserman, Oliver Spatz
Pressearbeit / CONVIVIUM Berlin e.V.: Oliver Spatz

In dem Ausstellungsprojekt ist ein Fragment aus Hubert Kostkiewiczs Musikstück „Emergetyki“ zu hören. Das gleichnamige Album nahm er im Rahmen eines Stipendiums des Stadtpräsidenten von Wroclaw 2020 auf. Das Album erscheint in Kürze bei der amerikanischen Plattenfirma Dinzu Artefacts: 
https://www.dinzuartefacts.com/.

Künstler*innen / Wrocław: Aleksandra Nowysz (Fotografie), Hubert Kostkiewicz (Musik)

Künstler*innen / Berlin: Lukas Hoffmann (Fotografie), Silke Lange (Musik)
Kuratorinnen: Joanna Stembalska und Joanna Kobyłt in Zusammenarbeit mit Maciej Bujko

Konzept der Corporate Identity: Jurek Mossakowski
Entwurf der Webseite: Aleksandra Kaszubowska
Produktion / BWA Wrocław: Monika Marciniak

Pressearbeit / BWA Wrocław: Klementyna Sęga, Żaneta Wańczyk

Koordination / BWA Wrocław: Berenika Nikodemska

Projektrealisierung und Koordination / CONVIVIUM Berlin e.V.:

Ewa Stróżczyńska-Wille, Natalie Wasserman, Oliver Spatz

Pressearbeit / CONVIVIUM Berlin e.V.: Oliver Spatz

In dem Ausstellungsprojekt ist ein Fragment aus Hubert Kostkiewiczs Musikstück „Emergetyki“ zu hören. Das gleichnamige Album nahm er im Rahmen eines Stipendiums des Stadtpräsidenten von Wroclaw 2020 auf. Das Album erscheint in Kürze bei der amerikanischen Plattenfirma Dinzu Artefacts: 

https://www.dinzuartefacts.com/.

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