CITYMORPHOSIS Marek M.Berezowski Fotografie

Herzliche Einladung zur nächsten Ausstellung im TautHaus

Citymorphosis
Marek M. Berezowski Fotografie

Eröffnung: Sonntag 4. November 2018 13 –18 Uhr
16 Uhr Podiumsdiskussion
“Modernes Wohnen: Kulturerbe oder Erblast”

Die Kunsthistorikerin Prof. Gabriele Dolff-Bonekämper (TU Berlin) und der Architekt Prof. Xaver Egger (SEHV) stellen im Gespräch mit Marek Berezowski ihre Sicht des modernen Wohnens vor und erörtern die Frage nach der Erhaltungswürdigkeit der Bauwerke, die andere Bauwerke verdrängt haben mögen.
Moderation Dr. Piotr Olszówka, Convivium Berlin e.V.

Ausstellungsdauer: 4.11. – 25.11.2018

Geöffnet: Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag 13 – 18 Uhr

Parchimer Allee 85 b, Hufeisensiedlung, U-Bahn U7, 12359 Berlin/ Britz

www.kunstimtauthaus.de

Marek M. Berezowski

geb. 1983 in Warschau

Fotograf und Anthropologe

Graduiert am Department für Fotografie an der Nationalen Filmhochschule in Lodz

Gewinner des BZ WBK Pressefotopreises 2014 und 2016

Hauptprojekte: Kosovo (2007-2011), Krieg im Donbass (seit 2015), Citymorphosis: Polen, China, Russland, Deutschland (2013-2017)

Vom Citymorphosis Projekt ist 2017 eine Publikation erschienen.

CITYMORPHOSIS

Die Schönheit ist ein Versprechen des Glücks, meint Stendhal und – obzwar dieses Versprechen nicht immer erfüllt wird – am meisten Glück verspricht die Schönheit der Architektur, zumal jener, die zum Wohnen bestimmt ist.

Wohnen in der Stadt war immer eine Herausforderung, vor allem in Krisenzeiten, im Krieg- und in der Nachkriegszeit, in Zeiten des Umbruchs, in Zeiten der Völkerwanderung. Berlin stellte sich diesen Herausforderungen mehrmals, nicht immer mit Erfolg, auch waren die Entwicklungen in der geteilten Stadt sehr unterschiedlich.

Die Fotos von Marek Berezowski zeigen zwar beinahe keine Menschen, nichtsdestominder stellen sie eine Art kulturanthropologisches Studium dar: Hinter jeder dieser Fassaden stecken Menschen und Schicksale, die sie ertragen müssen und die strukturell und funktionell mit dieser Architektur zusammenhängen.

Architekten der Moderne realisierten eine Vision, eine Utopie, die das alltägliche Leben den Errungenschaften der Wissenschaft, der Technik, der Entwicklung der Wirtschaft anpassen sollte. Der Mensch im Einklang mit der Maschine – die Wohnung sei auch eine, nicht nur ein Behältnis, sondern auch ein Gerät, ein Mechanismus, eine Erweiterung menschlicher Kapazitäten und seiner Effektivität. Die Ergonomie, die Praxeologie, die Urbanistik befassen sich mit der Funktionalität der Wohnung, der Siedlung, der Stadt. Die Architekten werden zu Sozialingenieuren, die das Agieren der Menschen mit entwerfen sollen, planen, was und wie in der Wohnung und in der Siedlung, im Habitat getan und erlebt wird. Die UNESCO gekürten Wohnsiedlungen in Berlin sind zweifelsohne ein Beispiel für das gelungene moderne Bauen in der Stadt. Die Ausstellung CITYMORPHOSIS zeigt drastische Gegenbeispiele in Berlin, China, Russland, Polen.

Die Fragestellung der Kritiker kann man so zuspitzen: „Architekten der Moderne haben oft das Vorhandene im Namen des Neuen zerstört. Ist der Schutz ihres Erbes folgerichtig?“

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